Die gefälschten Leserbriefe beschäftigen viele Holzwickeder Bürgerinnen und Bürger. Gerade weil es um Vertrauen in demokratische Prozesse und den fairen Umgang miteinander geht – auch, oder besonders, im Kommunalwahlkampf!
Und ja, es gilt ausdrücklich die Unschuldsvermutung – auch im Fall Matteo Weitner. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt und kein strafbares Verhalten nachweisen können. Dies ist zu akzeptieren.
Gleichzeitig bleibt festzuhalten: Wer über viele Jahre das öffentliche Leben in unserer Gemeinde prägt und Verantwortung übernimmt – als Schülersprecher des Clara-Schumann-Gymnasiums, als Vorsitzender des Zukunftsparlaments, als Mitinitiator von „Holzwickede bleibt bunt“ und schließlich in politischen Führungsämtern – übernimmt damit auch eine besondere Vorbildfunktion für Transparenz, Glaubwürdigkeit und demokratische Kultur.
Denn Demokratie lebt nicht allein von juristischen Bewertungen. Sie lebt vor allem vom Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Vertrauen hat möglicherweise Schaden genommen. Daher ist der Rückzug M. Weitners der einzige Weg, diesen möglichen Schaden zu begrenzen.
Dennoch bleiben Fragen offen. Der nun erklärte Rücktritt mag ein notwendiger Schritt sein. Eine umfassende, ehrliche und transparente Antwort auf die offenen Fragen in dieser Angelegenheit ersetzt er jedoch nicht. Gerade in der Kommunalpolitik müssen Ehrlichkeit, Transparenz und der offene Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern oberste Priorität haben. Wenn Politik vor Ort den Eindruck vermittelt, „die da oben machen sowieso, was sie wollen“, dann verspielen wir das wichtigste Fundament unserer Demokratie: das Vertrauen der Menschen.
Der Unabhängige Holzwickeder Bürgerblock steht seit fast 40 Jahren für einen fairen Umgang miteinander, für Transparenz und für Ehrlichkeit in der Kommunalpolitik. Daran werden wir auch künftig festhalten – denn nur so kann Vertrauen entstehen und erhalten bleiben.

